iPad mini Review: Ultradünn, leicht oder das beste Apple Tablet

Am kommenden Freitag wird das iPad mini an die ersten Kunden in Deutschland ausgeliefert. Die Nachfrage scheint sogar so groß gewesen zu sein, dass innerhalb kürzester Zeit die Lieferbarkeit des iPad mini auf 2 Wochen hinausgeschoben wurde. Die ersten Vorabtests der großen amerikanischen Tech- und Businessportale, wie The Verge, John Gruber, Engadget oder dem Wall Street Journal sind inzwischen eingetroffen. Einen Ausschnitt der Testberichte zum iPad mini möchte ich euch im folgenden vorstellen:

The Verge

Chefredakteur und Gründer, Joshua Topolsky, hebt vor allen Dingen die hochwertige Verarbeitung hervor, die selbst über den vergleichsweise hohen Anschaffungspreis lohnenswert ist. Es gebe kein Tablet in dieser Größe, das so großgartig konstruiert sei, einwandfrei funktioniere und über eine unglaublich große Auswahl an Software verfüge. Man merke dem iPad mini das niedrig auflösende Display an, wenngleich die aus dem im iPhone 5 und iPad bekannte In-Cell-Technologie einen tiefen Schwarzwert sowie kräftige Farben darstelle und ganz allgemein betrachtet Spiele, Bilder und Videos fantastisch aussehen lasse.

“I can’t think of another company that cares as much about how its products are designed and built — or one that knows how to maximize a supply chain as skillfully — so something tells me it’s no accident that this tablet isn’t selling for $200. […] There’s no tablet in this size range that’s as beautifully constructed, works as flawlessly, or has such an incredible software selection.” Joshua Topolsky (Chefredakteur bei The Verge)

John Gruber (Daring Fireball)

John Gruber nutze sein iPad primär zum Lesen, daher sei das Mini optimal für diesen Zweck. Darüber hinaus fügt er lapidar an, hätte das iPad mini ein Retina-Display, würde sein Herzschlag vermutlich wie beim iPad 3 sofort höher schlagen. Trotzdem möge er den Formfaktor, die Dünne und damit einhergehend das Gewicht des iPad mini so sehr, dass er über die Auflösung des Displays hinweg sehen könne. Er habe nicht die Performance des iPad 3 im Mini erwartet, dennoch sei genügend Leistung für aktuelle Spiele da.

Going non-retina is a particularly bitter pill for me, but I like the iPad Mini’s size and weight so much that I’m going to swallow it.

Gruber stellt außerdem fest, dass sich der iPod mini damals (2004) gegenüber dem iPod zum bestverkauften Modell entwickelte. Damals mauserte sich der iPod mini zum Kultprodukt bei jungen Leuten. Das iPad mini könnten Kinder sogar wegen der Größe und des Gewichtes lieben. Es besteht also kein Zweifel am Erfolg des iPad mini, womöglich werden die ohnehin hohen Absatzzahlen durch den neuen Formfaktor um ein Vielfaches steigen.

“My guess is that this is going to play out much like the iPod and iPod Mini back in 2004: the full-size model will continue to sell strongly, but the Mini is going to become the bestselling model.” John Gruber

Engadget

Das iPad mini sei nicht dafür konzipiert, als günstiges Billig-Tablet einen Einstieg in die iPad-Serie zu geben. Stattdessen sei es in vielerlei Hinsicht Apples bestes Tablet, weil es unglaublich dünn, bemerkenswert leicht, über eine phenomenale Akkulaufzeit verfüge und sehr hochwertig verarbeitet sei. Zu einem Preis ab 329 Euro habe das iPad mini gegenüber dem teureren großen iPad eine Menge zu bieten. Es sei deswegen für noch unschlüssige Kunden eine Überlegung wert.

“This isn’t just an Apple tablet made to a budget. This isn’t just a shrunken-down iPad. This is, in many ways, Apple’s best tablet yet, an incredibly thin, remarkably light, obviously well-constructed device that offers phenomenal battery life.”Tim Stevens (Engadget)

Walt Mossberg (AllThingsD)

Nach den Lobeshymnen der vorherigen Tester, äußerst sich Walt Mossberg von AllThingsD etwas kritischer. Zum einen sei es für 329 Euro erheblich teurer als z.B. das Kindle Fire für 199 Euro. Zum anderen sei die im Vergleich zur Konkurrenz (1280×800 Pixel) niedrige Auflösung von 1024×768 Pixeln ein gravierender Nachteil. Ein Retina-Display hätte vermutlich die Kosten erheblich steigen lassen und technisch betrachtet die Akkulaufzeit des iPad mini geschmälert. Dennoch prophezeit Mossberg: Preisbewusste Kunden werden einerseits Probleme mit dem Preis haben, andererseits stellt es trotz aller Kritik einen preisgünstigen Einstieg in die iPad-Welt dar. Apple glaube, dass die Größe und das Gewicht des iPads Schlüsselfaktoren für den Kauf seien, und eben nicht der Preis. Ob diese Rechnung aufgehen wird?

“However, there are two downsides compared with the leading 7-inch competitors. First, the iPad mini starts at $329, versus $199 for its two main rivals. Second, it has a lower screen resolution — 1024 by 768, versus 1280 by 800 for the other two.”

Quellen: AllThingsD, The Verge, Daring Fireball, Engadget

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